7 Tips, um den Novemberblues zu überlisten

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Markis schnarcht leise, eine ruhige Playlist läuft und meine Knie sind in eine warme Decke gewickelt. Er ist früher dieses Jahr, bereits im Oktober regnet er sich ein, der November.

Über Jahre habe ich mit Depressionen im Winterhalbjahr gelebt. Diesmal experimentiere ich mit allem was ich als hilfreich kennen gelernt habe.

  • nimm Vitamin D

Wenn immer sich ein Lichtstrahl zeigt schäle ich mich aus der Decke und mache eine kleine Runde mit Markis. Dazu packe ich mich bereits in den Daunenmantel und ziehe Mütze und Handschuhe an. Schön sind die Monate, in denen das noch so richtig warm hält. Zusätzlich nehme ich seit Anfang Oktober ein gutes Vitamin D Präparat aus der Apotheke.  Wenn du sehr leidest: such ein Sonnenstudio und gib dir 20 Minuten Instant-Urlaub auf den Malediven. Natürlich mit entsprechender Musik!

  • Koch dir ein Winteressen

Inzwischen koche ich total gerne. Ich nehme meinen großen Topf und mache Chili con Carne, Gulasch oder, etwas leichter, Reis- und Quinoasalat. Alle diese Rezepte schmecken am nächsten Tag noch toller als am Ersten. Ich wirbele in meiner winzigen Küche mit den orange-weissen Kacheln umher, höre Musik und koche mit den Gewürzen aus meinem Garten. Nimm das, November!

  • Tu mal NICHTS

Ich meditiere fast jeden Tag. Dabei hilft mir eine kleine App, mit der ich geführte Meditationen machen, oder mein stilles Sitzen timen kann. Ich tue mich sehr schwer damit, meine aufgeregten Gedanken einfach so vorbeiziehen zu lassen und mich auf meinen Körper und meine Atmung zu konzentrieren. Noch bin ich nicht über 10 Minuten pro Sitzung hinausgekommen. Trotzdem hilft mir das Sitzen in Stille, nicht in jedes Drama  um mich herum hereingezogen zu werden. Ich mag das Gefühl, zur Ruhe zu kommen.

Freitag gehe ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder zur Zen Meditation in einem Dojo in der Altstadt. Vorsichtige Zielvorstellung: Irgendwann ohne Probleme eine normale Sitzung dort durchhalten. ( 2x 40 Minuten Sitzen, dazwischen 10 Minuten Gehmeditation). An Zen gefällt mir die Einfachheit und Klarheit, die lange Tradition und die Menschen die so praktizieren. Es wäre eine schöne Sache, mit gleichgesinnten zusammen zu meditieren.

Du stehst nicht auf Meditation? Versuch mal einen Bodyscan oder eine Phantasiereise. Wichtig ist nur das du mal kurz aus dem wilden Denken aussteigst.

  • Lass dich inspirieren     

In meinem Journal gibt es eine tägliche Rubrik diesen Namens. jeden Tag lese oder höre ich etwas, was mich zum Nachdenken anregt oder begeistert. Das ist eine Gewohnheit die ich lieben gelernt habe. Ich freue mich auf den Abend wenn ich kluge Interviews oder tolle Artikel geniessen kann.

Was sind die Themen die dich inspirieren? Was wolltest du immer schon mal lernen?

  • Arbeite in deinem eigenen Rhythmus

Der frühe Vogel kann mich persönlich mal kreuzweise! Ich habe immer wieder versucht,dauerhaft früh aufzustehen. Aber ich werde wohl Nachteule bleiben. Jetzt probiere ich gerade aus, wann meine besten Zeiten sind um etwas zu Leisten. Schreiben kann ich gut am späten Morgen und von 16-24:00 Uhr. Zum Putzen, Einkaufen und Mails checken brauche ich keinen wachen Kopf, das mache ich  dann eben  im  Halbkoma.

Mein Tip ( auch wenn du ins Büro musst!) Probier mal aus wann deine Leistungshochs über den Tag verteilt liegen, und nutze diese Phasen für Arbeiten bei denen du besonders kreativ sein musst. Nichts spricht dagegen wenn ein früher Vogel direkt nach dem Kaffee in schwierige Themen einsteigt, anstatt seine produktive Phase für emails oder Kleinkram zu verschwenden.

  • Bau eine Kuschelecke

Ich habe mein Klippan Sofa für den Winter aufgemotzt und sitze in einem Haufen von Kissen und Decken. Das Licht ist gedämpft, Tee dampft im Becher. Da macht kaltes Wetter Spaß! Wenn du zu denen gehörst die gern dekorieren: Jetzt ist Zeit für Kürbisse, Tannenzweige, duftende Kerzen! Go wild! Und dann verbring die Abende in deinem schönen Winternest und freu dich dass du es schön warm hast!

  • Beginne ein Lieblingsprojekt

Bei mir ist es weiterhin das Buchprojekt. Im November ist weltweit „National Novel Writing Month“ und ich habe ein wöchentliches Schreibtreffen in der Lübecker „Wortwerft“ angeregt. Jeden Donnerstag werde ich im November in den schönen hellen Räumen sitzen, Kaffee trinken und mit Gleichgesinnten aus der Region in die Tasten hauen.

Du könntest deine Liebe zum Stricken wieder entdecken, alle Puzzles ins Wohnzimmer holen und mit deinen Kindern Teile suchen, und für alle die solche Sachen grausam finden gibt es ja immer noch Netflix Serien die man endlich mal von Anfang bis Ende anschauen kann. ( Auf nach Stars Hollow zu den Gilmore Girls!)

Stay happy, stay tuned for more,

Eure Puja

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8 Gedanken zu “7 Tips, um den Novemberblues zu überlisten

  1. Puja! Schatzi! Unterschreibe ich alles- bis auf die Tatsache, dass ich früh aufstehen MUSS. Ich bin grad sehr, sehr, sehr dankbar dafür, dass die Zeit umgestellt wurde und es jetzt morgens leidlich hell ist. Meditieren fiel leider auch heute früh aus, weil Mimi unbedingt mit mir aufstehen wollte (versuch mal, an nichts zu denken, wenn ein 4-jähriger Wirbelwind mit Down-Syndrom an Dir zerrt.?? Eben.) Ich finde Freundeskontakte noch sehr, sehr wichtig. Grad im Winter. Anrufen. Postkarten schreiben. Weihnachtskarten. Einladen. Und Deko. Ich bastle schon seit vielen Jahren (wenn es nicht sogar schon Jahrzehnte sind) mit meinen Freundinenn gemeinsam Advents- und Türkränze. Ich liebe, liebe, liebe Lichterketten in der Küche und im Esszimmer. Die machen soooo ein schönes Licht. Suppen! Currys! Dhal! Definitiv Winter-Essen. Ich muss in meiner Bio-Kiste noch den Salat reduzieren. Man kann jede Jahreszeit zelebrieren. Und eigentlich ist es auch ganz schön, im Herbt und Winter mal drinnen zu hocken, weil es so früh dunkel wird. Keine „Schnell-ins-Freibad“-Hektik, keine Grillparty, kein Erlebnis-Hascherei.

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      1. Danke. Ich hatte versucht, sie noch mal einzukuscheln, um noch 15 Minuten für mich „rauszuholen“, aber leider vergeblich – sobald ich das Bett verließ, war Madame auch hellwach. Sie war synchron mit mir auf Toilette/Töpfchen und hat gleich dreimal hintereinander die Zähne geputzt. Manchmal sind solche morgendlichen Momente auch genauso schön wie Augenblick auf dem Kissen.

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