Entspannte aber reiche Tage

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Wenn du plötzlich nicht mehr arbeiten musst, kannst du endlich das Leben führen, von dem du morgens um 7 auf dem Weg zur Arbeit immer geträumt hast. Du kannst bis mittags schlafen und keiner verlangt Rechenschaft für Tage des Faulenzen und Vergnügens.

Bis, und dieser Zeitpunkt kommt eher als dir lieb ist, du dich plötzlich antriebslos und leer fühlst und nach Sinn suchst. Den kannst du dir jetzt ja nicht mehr durch deine Berufstätigkeit geben sondern musst ihn neu definieren.

Ich bin mit einer Buchidee in die Rente gegangen, dem Wunsch, mit fünfzig gesund, kräftig und fit zu sein und der Sehnsucht nach viel Natur, innerlichem Wachstum und Inspiration.

Trotzdem hätte ich nie geglaubt wie schwer es mir anfangs fallen würde, mich selbst so zu strukturieren, dass ich am Abend mit dem Gefühl schlafen gehen kann, den Tag gut genutzt zu haben.

Seit ich mit Hingabe meine Tage plane und meine eigenen Rituale entwickelt habe entdecke ich, wie intensiv ich einen Tag leben kann, auch ohne das hektische Tempo meiner Berufsjahre.

Mein Bullet Journal hilft mir dabei, die Prioritäten für den Monat festzulegen und dann jede Woche und jeden Tag so zu planen dass ich wirklich meinen Visionen  näher komme.

Morgenritual: Gerade beginne ich den Tag um acht. Ich ziehe eine virtuelle Tarotkarte, lese mein Horoskop und schreibe im Bullet-Journal. Dann meditiere ich  und mache mir Kaffee und Toast. Während ich, im Bett sitzend, den Kaffee geniesse, surfe ich 30 Min. im Internet und schaue nach meinen Lieblingsseiten.

Nach dem Duschen gehe ich länger mit Markis raus und setze mich dann von 11 – 13:00 Uhr an mein Manuskript. (Vor ein paar Tagen bin ich in eine Vereinigung von professionell schreibenden Frauen aufgenommen worden und bin wild entschlossen, mit den neuen Kontakten und Möglichkeiten mein Buch wirklich noch dieses Jahr zu beenden und danach zu veröffentlichen.)

Fürs Mittagessen brauche ich nur eine Dose mit Essen aus dem Kühlschrank nehmen , das ich am Wochenende vorgekocht habe. Diese Woche gibt es Chili con Carne mit viel Gemüse und Süßkartoffelstückchen. Ein tolles Essen für kalte Tage.

Den Nachmittag lasse ich unstrukturiert. Alle Termine lege ich in die Zeitspanne zwischen 14: und 23:00 Uhr.

Meine Abendroutine beginnt mit den Übungen, die mir Coach Anna von Lauf Design Lübeck als Therapie für meine Achillessehnenentzündung  mitgegeben hat.

https://www.youtube.com/watch?v=JU0Rhtn1Zxc

Da ich zudem noch mit der Faszienrolle arbeite, dauert mein Laufvorbereitungs-Ritual** fast eine halbe Stunde. Dabei läuft eine chillout Playlist und ich stöhne und ächze wehleidig.

Jetzt nehme ich mir nochmal mein Journal und hake ab, welche Aktivitäten und Gewohnheiten ich wie geplant praktiziert habe. Das reicht von der Einnahme der Vitamintablette über Wasserkonsum, Meditation  und Hunderundenlänge bis zum Wordcount beim Manuskript.

Wenn ich später müde werde, gehen Markis und ich ins Schlafzimmer rüber und während er schon schnarcht, mache ich mich bettfertig. Zum Abschluss des Tages höre ich mir kluge, inspirierende oder lustige Podcasts an. Wie zum Beispiel diese hier:

Gretchen Rubin, The happiness project

2 dope queens

the minimalists podcasts

Dabei werde ich gleichzeitig inspiriert und müde… und seitdem ich nicht mehr regelmäßig* trinke schlafe ich wie ein Kleinkind.

Ich freue mich auf den Herbst und Winter….

 

Stay tuned for more,

Eure Puja

 

*Mein Experiment mit dem Alkohol hat mir gezeigt, dass ich mich so sehr ans regelmäßige Trinken von 2 – 3 Gläsern Wein am Abend gewöhnt hatte, dass ich unter psychischen Entzugserscheinungen litt als ich damit aufhörte. Seither habe ich zunächst  komplett entzogen und erst in der vorletzten Woche ein Glas Wein mit einer Freundin getrunken und gestern beim Lesbenstammtisch ein kleines Bier. Zuhause habe ich nichts Alkoholisches mehr und will in Zukunft besser nur in Gesellschaft und in kleinen Mengen konsumieren. Eine Psychologin und meine Ärztin haben mir rückgemeldet, dass es sich noch nicht um eine Alkoholsucht gehandelt hat, dass ich aber durch regelmäßiges trinken durchaus zackig dort hin gelangen kann. Ich merke, dass ich gerade gut nach einem Glas aufhören kann und mich an Tagen ohne Alkohol nicht komisch fühle. So kann es erstmal bleiben.

**Wir haben festgestellt, dass schon das eine Lauftraining zu erneuten starken Schmerzen geführt hat. Jetzt probiere ich Muskelaufbau in der Wade, Squats, mobiles Dehnen und das Ausrollen der Faszien und Muskulatur. Ausserdem ergänzendes Seilspringen. Anna und ich haben die Hoffnung, das ich beim nächsten Rennversuch meine Achillessehnen nicht mehr überbeanspruchen muss und hoffentlich bald schmerzfrei laufen kann. Gehen ist gottlob kein Problem.

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9 Gedanken zu “Entspannte aber reiche Tage

  1. Ich finde, das klingt super entspannt, bin fast ein bisschen neidisch. Aber ich denke, es ist ein Unterschied, ob wir „frei haben“ – ein paar Tage, in denen wir dringend versuchen, Zeit für uns zu finden – oder ob jemand wie Du, liebe Puja, versucht, eine neue Struktur zu finden. 30 Minuten Morgenmeditation, ich beneide Dich wirklich. Ich schaffe es meist nur auf 3 Minuten, dazu etwa 10 Minuten Yoga-Übungen (wenn ich fit bin und nicht zu lange die Snooze-Taste drücke, auch 20). Ich finde, Dein Tag klingt genau so, wie ihn ein erfolgreicher Schriftsteller organisieren sollte. So lässt sich ein Leben aushalten. Leider bin ich weit, weit von so einem BulletJournal entfernt, in dem ich auch solche Ziele festhalte. Aber immerhin, der Anfang ist gemacht, und schon allein mit Terminen und To-do-Listen fühle ich mich bestens organisiert. Ich habe übrigens auch schon eine Rubrik „Ideen“ erstellt, in der ich aufschreibe, was ich gern mal machen möchte, zum Beispiel etwas Kochen etc. Und eine „Träume & Visionen“. Da steht zum Beispiel drin, dass ich im Keller gern eine Sauna hätte (seit ich bei Tchibo eine für 1500 Euro gesehen habe, kann ich nicht aufhören, davon zu träumen, wobei wir ganz, ganz locker noch ne 0 dran hängen können, wenn wir den Kellerraum wirklich so gestalten würden, wie ich ihn gern hätte – mit Dusche und WC, Abstellkammer und Liegen, auch Gästezimmertauglich….aber: Träume und Visionen sind Träume und Visionen.

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      1. Ach, liebe Puja, noch was: Ich freue mich für Dich, dass Experten Deinen Status bezüglich Alkohol erst mal nur als „gefährdet“ eingestuft haben. wie gut, dass Du die Kurve rechtzeitig bekommen hast. Ich finde, kontrolliertes Trinken vor allem in Gesellschaft und zu besonderen Anlässen klingt nach einem guten Plan. Es klingt ein bisschen, als wäre ich selbst ein Alki, aber so ganz auf ein Glas Sekt oder Rotwein hier und da mag ich auch nicht verzichten.

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  2. Dennoch ein strammes Programm. Fühlt sich für mich stressig an.

    Hätte ich frei, wäre mir das schon zuviel.

    Aber hätte hätte Fahradkette….😎
    Ich bin nicht in deinen Schuhen.
    Mach wie du es für richtig hältst. Wie es dir gut tut. 👍

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    1. echt, Chinomso? Ich find mich grad zwar zielstrebig aber entspannt. Ehrlich gesagt freu ich mich, dass du das viel findest. Ich kenne so viele Menschen die weit mehr leisten müssen und habe oft Schuldgefühle wegen meines lockeren Lebens. Die nimmst du mir grad ein bisschen … Danke fürs mitlesen und eine dicke Umarmung! 🙂

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