Bullet Journal – Ich bin verknallt!

Wer wie ich gerne Tagebuch führt, To Do Listen schreibt und mit Vergnügen viel plant, der wird sich vielleicht auch in Bullet Journals verlieben können. Hier die Originalvariante des Erfinders mit (englischer) Anleitung:

 

und meine Lieblingsschreiberin, die uns ihr Journal zeigt:

Meine ersten Versuche sind weniger schön anzusehen, aber das tägliche Arbeiten und Reflektieren mit meinem Journal ist für mich ein schönes Ritual geworden.

Zuerst habe ich mir ein „Leuchtturm 1917“ mit der original Punktierung gegönnt. In edlem Schwarz und mit einem Fineliner von Faber Castell, der wie Butter schreibt und nicht zu sehr durchdrückt.

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Das Journal hat 2 Bänder als Lesezeichen und ein Gummi zum Verschließen. Der Einband ist fest und es ist sorgfältig und schön gearbeitet.

Vorher, und das ist zu empfehlen, habe ich mit einem billigen karierten Notizbuch gearbeitet und erstmal ausprobiert, in welcher Form ich Dinge notieren will und was für Bestandteile für meine Zwecke sinnvoll sind.

Was ich liebe ist die Abhakliste, den sogenannte Tracker. Hier halte ich alle Dinge fest, die ich täglich tun möchte. Vom Vitamine schlucken bis zur 2 Minuten Meditation.

Mein Gewicht, das getrunkene Wasser, die lange Runde mit Hund… alles kann täglich abgehakt werden. Und das macht mir richtig Spass. Coole Nebenwirkung: Wer seine Stimmung mit beobachtet, kann am Ende des Monats sehen, was die ursächlichen Faktoren für die guten und schlechten Tage waren. Hatte ich schlecht geschlafen? War ich nicht genug draussen? Habe ich meine Tabletten vergessen? Mein Tracker sagt es mir.

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Am Anfang des Monats habe ich eine Prioritätenliste gemacht die ich hier nur teilweise zeige. Sie hilft mir dabei, meine Zeit so zu nutzen, dass die Dinge die mich glücklich machen und mir wichtig sind auch wirklich Vorrang haben. Zum Beispiel ist im September jeder Sonnenstrahl eine Aufforderung, raus zu gehen und ins Licht zu blinzeln. Einfach weil es jetzt bald Herbst wird und ich den Sommer bis zur letzten Sekunde feiern will.

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Eine tolle Sache für mich ist es auch, jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben für die ich dankbar bin. Laut aktueller Forschung merken wir uns nämlich immer eher die eine Sache, die schief gelaufen ist. Dieses neuronale Ungleichgewicht lässt sich prima mit einer Dankbarkeitsübung wie dieser ausgleichen. Und ja: es macht mich glücklich. 😉

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Ausserdem habe ich ein gewöhnliches Kalendarium für September gezeichnet. Und jeder einzelne Tag kriegt noch einmal einige Spalten für die Planung.

Die Mädels auf YouTube haben das BOJO schon lange zum Trend gemacht, ab und an traut sich auch ein Mann mit einer Kerlevariante ohne Buntstifte ans Journal.

Ich stelle fest, ich nutze das Buch täglich mehrmals, aber ich habe (noch) keine Lust, viel darin zu malen oder aufregend schöne Schriftzüge zu gestalten.

Man kann sich sicher fragen ob es nicht auch ein kleiner Terminplaner und ein Tagebuch tun. Mich beglückt das Journal weil ich dort alles lassen kann: Termine, Listen, Einkaufszettel, Tagebucheinträge, Bücher die ich gelesen habe, Ideen… alles eben.

Und: es ist so schön altmodisch. Kein Handy, kein Notebook. Nur ein Buch und ein Stift.

 

 

 

 

 

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10 Gedanken zu “Bullet Journal – Ich bin verknallt!

  1. Das drei-Dinge-Aufschreiben habe ich auch mal gemacht. Aber ganz bald habe ich immer das gleiche aufgeschrieben und mich total unter Druck gesetzt etwas Neues zu entdecken. Und das hat mich dann so genervt, dass ich ganz damit aufgehört habe. Wie lange machst du das schon und wie gehst du es an? LG!

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    1. hallo Thilda, mir macht es nichts aus, wenn sich Sachen wiederholen. Mir gehts eher um den Happiness – Effekt, immer auf den zurückliegenden Tag zu schauen und sich klar zu machen was schön war. Aber es gibt auch eine andere interessante Variante. Du schreibst auf: heute habe ich …. gemacht, das hilft mir um langfristig….. zu erreichen. Da schaust du mehr auf deine Handlungen und nicht auf die Dinge die dir passieren. Manchen liegt diese Betrachtungsweise mehr. Ich hoffe du hast dich im Süden schon eingelebt und bist wie ich jetzt eine überzeugte Nicht- Berlinerin. 😉 Dicke Umarmung! Puja

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      1. Danke für den Tipp, werde ich mal ausprobieren! Nein, ich vermisse Berlin furchtbar. Alles. Und Brandenburg! Es ist schon auch hübsch hier, aber Brandenburg ist landschaftlich meine große Liebe. Aber wenn die Probezeit vorbei ist kommt hoffentlich bald meine Freundin nach, dann wird es bestimmt besser. Aber diese Provinz!!! Und ja, mir ist das böse Wort rausgerutscht, vor dem du mich gewarnt hast und die Leute fanden es ganz und gar nicht witzig…Stadt am Meer würde mir wahrscheinlich um ein Vielfaches besser gefallen. Aber ich habe mich vorher gut vorbereitet und weiß, dass es seine Zeit braucht, bis man sich wohlfühlt. Ging bei dir ganz schnell, oder? Ist aber vielleicht auch ein bisschen anders, wenn man sich die Stadt aussucht, in der man gern wohnen würde (das war doch so bei dir, oder?), oder ob unglücklicherweise der Job, den man will, dort ist. Aber ich bin sicher, dass das wird! Umarmung zurück!

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