Was soll nur aus mir werden?

meaningoflife

Seit meinem Sprung ins fünfzigste Lebensjahr frage ich mich, was ich eigentlich tun soll, nachdem das Buchprojekt abgeschlossen ist. Mal wieder Zeit für eine Sinnkrise…

Im Juli mache ich wieder bei einem virtuellen Schreibcamp mit, werde einen Monat lang täglich das Manuskript überarbeiten und es dann im August an einige Freunde schicken und sie bitten, mir Feedback zu geben.

Es sieht so aus als könnte das Buch in einem halben Jahr fertig sein. Meine Rente ist aber bis 2019 befristet. Zeit, die ich nutzen möchte.

Es gibt noch so viel zu entdecken. Ich könnte:

weiter schreiben…

mir ein Instrument leihen und das Cello neu entdecken…

irgendetwas Spannendes studieren

ein Stand Up Comedy Programm schreiben und performen..

Im Augenblick ist die Rente zwar eine große Erleichterung, aber ich merke, ich schwimme gegen den Strom. Tagsüber ist es manchmal schon sehr einsam, und obwohl ich gern allein bin habe ich manchmal auch Sehnsucht nach einem Schwätzchen.

Was würdet ihr mit so einem Geschenk aus Zeit und Freiheit (ohne die Begrenzung einer Erkrankung)  anfangen?

Über welche Variante sollte ich näher nachdenken? Haut doch mal für mich in die Tasten.

 

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8 Gedanken zu “Was soll nur aus mir werden?

  1. Das wäre schön, so einfach geschenkte Zeit!
    Ich würde sicherlich ne Menge stricken, häkeln wollte ich auch schon immer mal lernen, ich würde auch wieder die Nähmaschine rauskramen und nähen – wenn’s richt gut läuft auch einen Dawanda-Shop oder sowas lustiges aufmachen.
    Dann würde ich auch gerne wieder malen – es liegen ganz ganz viele Seidentücher rum, die ich seit Jaaaaahren mal bemalen will.
    Der Garten könnte bei mir auch regelmäßigere Zuwendung erfahren.
    Ich würde überall mit dem Fahrrad hinfahren oder laufen. Daher würde ich vermutlich auch meine Karre bei E.bay verticken.
    Die alten Kinderspielzeuge könnte ich dann auch mal aufbauen, fotografieren und verkaufen.
    Fotografieren war auch mal mein Hobby und ich träumte mal von einer eigenen Dunkelkammer. Die müsste ich vorher noch irgendwie bauen.
    Und die alten Fotos mal durchsortieren. Und so ein Fotobuch mal gestalten wollte ich auch seit längerem.
    Und wieder zur VHS – Sprachen lernen! Das Polnisch könnte deutlich aufpoliert werden und mein Spanisch ist schon soooo eingerostet…
    Das Klavier könnte auch mal wieder bespielt werden!
    Vielleicht würde ich mir ein Bienenvolk zulegen – ich finde diese Art der Landwirtschaft mitten in der Stadt extrem faszinierend.
    Und irgend ein wirklich schräges Hobby hätte ich auch gerne – ne abgefahrene Sportart vielleicht oder Gassi gehen mit nem Hausschwein…
    Gerne würde ich mal Sachen machen, die ich noch nie gemacht habe: Autokino war ich noch nie, mit dem Fahrrad über den Radweg Berlin-Kopenhagen bis zum Ende fahren (und ich meine NICHT Berlin!), Freiluftkino im Friedrichshain war ich noch nie, ich würde bei Radio 1 ständig anrufen wegen Freikarten oder der schönen Party oder sowas, einfach nachts im Garten übernachten, mal am Stand pennen in einem Strandkorb, irgendwann möchte ich mal von Cuxhaven durchs Watt zu der einen Insel laufen (heißt die Neuhaus? kann mich nicht mehr erinnern…)
    Lesen würde ich auch sehr viel… da steht noch einiges rum, was ich mal lesen könnte.
    Willst Du was lesen? Sag mal ne Rubrik und ich schicke Dir was zu 🙂
    Kannst Du eigentlich stricken oder häkeln? Ich kann Di auch Wolle schicken. Und dann setz Dich damit in den Park – was denkst Du, was man da alles für Leute kennen lernt!
    Ein Buch schreiben könnte mir auch gefallen 🙂
    Grüß Markis von mir und dreh mit ihm ne schöne große Runde

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    1. Prima Ideen CL! 🙂 Ich selber bin nicht so die Strickerin, aber ich kenne deine tollen Ergebnisse…
      Ich bin heute auch schon wieder ganz gelassen… erstmal wird das Buch fertig gemacht… heute um Mitternacht ist gemeinsamer Start… Eigentlich gibt es keinen Grund zur Sorge, irgendwas passiert ja immer.. 😉

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  2. Hallo Puja, ich würde in einer solchen Situation mehrschrittig vorgehen. In der Zeit, in der andere Arbeiten oder sonstwas tun, würde ich die eigenen Projekte verfolgen und als weiteren Schritt, schauen, wann und wo ich regelmäßig unter die Leute komme. Halt irgendwas, was Spaß macht, also in einem Chor mitsingen oder Sportverein, VHS oder weiß der liebe Himmel was. Egal, Hauptsache halbwegs interessant und regelmäßig auch mit anderen Menschen zusammen. Da muss mir ja nicht jede/r z 100% sympathisch sein. Mir ginge es in einem solchen Fall eher darum, die richtige Mischung zu finden und zu nutzen. Und als Menschen sind wir ja so getaktet, dass wir einfach auch Sozialkontakte wollen und brauchen. Bei den eigenen Projekten würde ich mich am Spaßfaktor und der persönlichen Leidenschaft orientieren. Es muss dann ja nicht schon wieder ein unbedingt zu erreichendes Ziel sein, kein Leistungsstreben. Vielleicht gehts ja einfach auch mal ums Ausprobieren. Ich würde für mich heraus finden, an welchen Themen und Projekten ich am ehesten von ganz alleine dran bleibe. Und das Alter: Das ist doch piep egal bzw. eben nicht: Denn, wenn nicht jetzt, wann dann herausfinden, was persönliche Leidenschaften sind? Ich bin 55 J. und weiß, dass wir über 50-Jährigen eher als Jüngere so unsere Schwierigkeiten damit haben, einfach mal etwas lockerer, leistungsfreier und an den persönlichen Bedürfnissen orientiert zu leben. Ist doch eine prima Gelegenheit, sowas heraus zu finden.

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    1. Liebe Gabi, danke für diesen klugen Kommentar. Ich mache es teils so wie du vorschlägst, Sport und Chor… nur mit dem Aufgeben des Leistungsdenkens habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich war immer ein Overachiever und habe mich stark durch meine Berufe definiert.
      Und was die Kontakte angeht vermisse ich als Neu-Lübeckerin noch die Tiefe in den Beziehungen… das muss eben noch wachsen…
      Gute Idee, den Tag einfach so zu strukturieren wie die arbeitende Bevölkerung. Ich habe bisher immer abends gearbeitet.. Liebe Grüße nach NRW, Puja

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      1. Das Thema mit der Leistung kenne ich. Mir sind die Augen aufgegangen, als ich ein Buch von Bettina Alberti gelesen habe: „Seelische Trümmer – die in den 50er und 60er Jahren Geborenen im Schatten des Kriegstraumas“. Da wusste ich woher das kam. Kennst du das Buch zufällig? Hier ist eine Leseprobe: https://www.randomhouse.de/leseprobe/Seelische-Truemmer-Geboren-in-den-50er-und-60er-Jahren:-Die-Nachkriegsgeneration-im-Schatten-des-Kriegstraumas.-Mit-einem-Nachwort-von-Anna-Gamma/leseprobe_9783466308668.pdf

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  3. Liebste Puja,

    das weisst du schon, wenn du dich erinnerst, im Hier und Jetzt zu sein – da gibt es kein Problem, oder genau das eine, womit du dich dann auch beschäftigst. Dann weiss du auch dass diesen Drang „etwas zu tun“ eine Konditionierung ist – allerdings ist es schwer Nichts zu tun… Dies gesagt probier es so: von den Dingen, die du gerne machen willst – welche würde dich echt sehr traurig machen, wenn es dir verboten wäre, es zu tun? Dies ist dann on top von deiner Liste… Dann, was macht dir Freude? Helfen, Zuhören? Schreiben? Bin bald wieder da (in 10 Tagen), lass uns telefonieren!

    Bis bald!!!

    Ludovica

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