Alles richtig gemacht

Im Augenblick sitze ich in einem verrückten kleinen Hostel auf der Altstadtinsel. Heute Morgen kamen nämlich zwei nordische Kerle zum Dielen abschleifen. Da räume ich lieber das Feld.

Bei der Renovierungsaktion mit Kerstin und CL haben wir doch glatt in zwei Zimmern Originaldielen unter dem stark verschmutzen Teppich gefunden. Daraufhin haben der Vermieter und ich uns die Kosten fürs Schleifen und Versiegeln geteilt.

Umgezogen bin ich problemlos am letzten Samstag. Wie jedes Mal freue ich beim Ortswechsel immer über meine minimalistische Ausstattung. Markis und ich fuhren dem Umzugswagen mit dem Zug hinterher und kamen gleichzeitig mit den Möbeln an.

Am nächsten Tag wurde der Boden über das mühsam freigespachtelte Schlafzimmer verlegt wobei ich recht großzügig mit der Definition des Begriffs „gerade“ umgegangen bin. Trotzdem gefällt mir das Ergebnis.

Weiter gings zum Sozialamt, welches meine frisch bewilligte Erwerbsunfähigkeitsrente  bezahlt. Am liebsten hätte ich Photos gemacht: freundlich eingerichtete Warteräume mit Holzstühlen, gelb lasierten Wänden und geschmackvollen Bildern. Mit mir warteten nur wenige Menschen, die Sachbearbeiterin war zuvorkommend… ein Traum.

Nächstes Projekt: Menschen kennenlernen. Dank Internet finde ich einen Gospelchor der mittwochs probt. Wunderbar.

Nun zum Sport. Seit meiner Verletzung bin ich ein unförmiger Blob geworden und kann mich nur mit Wehmut an die fitte Zeit mit meiner X-fit Trainerin Tatiana erinnern. Da will ich wieder hin. Zwei Crossfit Boxen gibt es in Lübeck. Beide sind wahnsinnig teuer. Dreist rufe ich beide an und frage, ob ich mir mein Training durch Arbeit verdienen kann. Die Trainer sind nicht abgeneigt und der eine lädt mich direkt zum ersten Training ein. Montag.

Ich weiss, das sind die Flitterwochen einer Zugezogenen. Aber mir fehlt gerade nur eins: meine Freunde. Hier ist noch niemand dem ich vorschwärmen kann über die Vorzüge des Kleinstadtlebens.

Fotos folgen, ich schäme mich kein bisschen, wie eine Touristin überall die Handykamera draufzuhalten.

Die Sonne scheint, Markis liegt mir zu Füßen….. alles richtig gemacht!

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10 Gedanken zu “Alles richtig gemacht

  1. Wie geil, Training gegen Arbeit! Finde ich ja grandios, dass einer darauf sogar eingeht. Wollte immer schon mal im Restaurant fragen, ob ich statt Rechnung die Teller spülen kann, aber dafür bräuchte ich Dich an meiner Seite;-)
    Insgesamt wirkt Lübeck auf mich doch sehr freundlich und offen, kein bisschen fremdartig und sehr gemütlich. Ich finde auch, dass Du alles richtig gemacht hast.

    Gefällt 1 Person

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